KI & Prozesse

Eingangsrechnungen automatisieren – E-Rechnung empfangen und mit KI verarbeiten

Wer Eingangsrechnungen automatisieren will, muss mehr lösen als das Dateiformat der E-Rechnung. Wir richten den Empfang ein, lassen strukturierte E-Rechnungen und klassische PDF-Belege automatisch auslesen und prüfen und übergeben die Daten an Ihre Buchhaltung oder Warenwirtschaft – mit Freigabe durch Ihr Team.

E-Rechnung empfangen: die Rechtslage in Kürze

Seit dem 1. Januar 2025 müssen inländische Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Beim Ausstellen gelten Übergangsregeln: In 2025 und 2026 sind neben E-Rechnungen auch Papier- und PDF-Rechnungen zulässig, für Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz bis 800.000 Euro verlängert sich die Übergangszeit bis Ende 2027. Ab 2028 wird die E-Rechnung für Umsätze zwischen inländischen Unternehmen grundsätzlich Pflicht – mit Ausnahmen etwa für Kleinbetragsrechnungen und Kleinunternehmer.

Für Sie bedeutet das: Der Posteingang wird in den nächsten Jahren gemischt bleiben – strukturierte E-Rechnungen, PDFs und Papier nebeneinander. Ein Ablauf, der alles gleich behandelt, spart doppelte Arbeit.

Was wir automatisieren

Empfang und Eingang

Wir richten ein zentrales Postfach oder einen Eingangskanal ein, über den alle Rechnungen ankommen, und sorgen dafür, dass nichts in persönlichen Postfächern hängen bleibt.

Auslesen

Strukturierte E-Rechnungen (XRechnung, ZUGFeRD) werden direkt verarbeitet. Für PDFs, Scans und Lieferscheine ohne festes Layout setzen wir KI ein, die Rechnungsnummer, Lieferant, Positionen, Beträge und Steuersätze erkennt – auch wenn jeder Lieferant sein eigenes Format hat.

Prüfen und abgleichen

Die ausgelesenen Daten werden mit Bestellungen, Lieferscheinen und Stammdaten abgeglichen. Passt alles, liegt die Rechnung freigabebereit vor. Gibt es Abweichungen – andere Menge, anderer Preis, unbekannter Lieferant – wird genau diese Stelle markiert.

Übergeben

Nach der Freigabe gehen die Daten an Ihre Buchhaltung, Ihr ERP oder Ihre Warenwirtschaft. Wo es keine fertige Schnittstelle gibt, bauen wir eine – das ist unser Alltag bei Datenintegration und Migrationen.

Typischer Einstieg

  1. Bestandsaufnahme – Wie kommen Rechnungen heute an, wer prüft, wer gibt frei, in welches Programm wird gebucht?
  2. Eingangskanal festlegen – ein zentraler Weg für alle Rechnungen statt verstreuter Postfächer und Papierstapel.
  3. Pilot mit Ihren häufigsten Lieferanten – die Belegarten, die am meisten Arbeit machen, zuerst.
  4. Ausbau – weitere Lieferanten und Belegarten, Abgleich mit Bestellungen, Übergabe an die Buchhaltung.

So sehen Sie früh, wie viel Zeit die Automatisierung im echten Betrieb spart, bevor Sie in den vollen Ausbau gehen.

Mehr als Rechnungen

Derselbe Ablauf funktioniert für Lieferscheine, Auftragsbestätigungen, Formulare oder Bewerbungsunterlagen. Wenn das Auslesen einmal steht, lassen sich weitere Belegarten mit wenig Aufwand ergänzen – ein guter Einstieg in die KI-Prozessautomatisierung.

Hinweis: Diese Seite fasst die Rechtslage allgemein zusammen und ersetzt keine Steuerberatung.

Häufige Fragen

Müssen wir E-Rechnungen schon empfangen können?

Ja. Seit dem 1. Januar 2025 müssen inländische Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums reicht dafür grundsätzlich bereits ein E-Mail-Postfach.

Ab wann müssen wir selbst E-Rechnungen ausstellen?

Für 2025 und 2026 gelten Übergangsregeln, in denen auch Papier- oder PDF-Rechnungen zulässig sind. Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz bis 800.000 Euro haben eine verlängerte Übergangsfrist bis Ende 2027. Ab 2028 ist die E-Rechnung für inländische B2B-Umsätze grundsätzlich Pflicht.

Reicht nicht einfach ein E-Mail-Postfach?

Für den Empfang ja. Damit die Rechnungen aber nicht wieder von Hand gelesen und abgetippt werden, lohnt sich die automatische Verarbeitung – gerade wenn neben E-Rechnungen weiterhin PDFs und Papierbelege eingehen.

Wer gibt die Rechnung am Ende frei?

Immer ein Mensch. Die Automatisierung bereitet vor und markiert Abweichungen, die Freigabe und die Buchung bleiben bei Ihrem Team.

Funktioniert das mit unserer Buchhaltungssoftware?

In den meisten Fällen ja – über eine vorhandene Schnittstelle, einen Import oder eine Anbindung, die wir bauen. Das klären wir in der Bestandsaufnahme, bevor etwas umgesetzt wird.

Kontakt

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