Die richtige Frage stellen
„Ist ChatGPT DSGVO-konform?“ ist die häufigste Frage zum Thema KI im Unternehmen – und lässt sich nicht mit Ja oder Nein beantworten. Entscheidend sind drei Punkte:
- Welche Variante? Kostenlose Verbraucherkonten sind für Unternehmensdaten nicht gedacht. Für den betrieblichen Einsatz gibt es Business-, Enterprise- und API-Angebote mit eigenen Bedingungen.
- Welcher Vertrag? Verarbeitet ein KI-Dienst personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag, braucht es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO.
- Welche Regeln? Auch mit dem richtigen Vertrag sollten Mitarbeitende wissen, welche Daten in welches Werkzeug dürfen.
Die Optionen im Überblick
ChatGPT in den Business-Varianten
Flexibel einsetzbar für Texte, Analysen und Entwürfe. OpenAI bietet eine Datenresidenz in Europa für ChatGPT Enterprise, ChatGPT Edu und die API-Plattform an. Bei der Einrichtung prüfen wir, welche Variante zu Ihren Anforderungen passt und welche vertraglichen Zusagen sie umfasst.
Microsoft Copilot
Die naheliegende Wahl, wenn Ihr Unternehmen Microsoft 365 nutzt. Copilot arbeitet mit E-Mails, Dateien, Chats und Besprechungen – und zeigt laut Microsoft nur Inhalte, für die die nutzende Person mindestens Leserechte hat. Deshalb gehören aufgeräumte Freigaben zur Einführung dazu. Mehr dazu bei der Microsoft-365-Betreuung.
Europäische Anbieter wie Mistral
Mistral AI ist ein französisches Unternehmen und bietet neben Cloud-Diensten auch offene Modelle an, die sich selbst betreiben lassen. Für Unternehmen, die Wert auf einen europäischen Anbieter legen, ist das eine ernsthafte Alternative.
Lokale KI
Wenn Daten das Haus nicht verlassen dürfen – etwa Mandats-, Patienten- oder Entwicklungsdaten –, läuft ein offenes Sprachmodell auf eigener Hardware in Ihrem Netzwerk. Die Leistung reicht für viele Aufgaben wie Zusammenfassungen, Entwürfe oder einen KI-Assistenten auf eigenen Daten. Den passenden Server dimensionieren und betreiben wir mit.
Unsere Empfehlung: nach Aufgabe wählen
In der Praxis ist selten ein einziges Modell die Antwort. Häufig ergibt sich eine Kombination: Copilot für die tägliche Arbeit in Microsoft 365, ein lokales oder europäisches Modell für besonders vertrauliche Daten und eine Business-Variante von ChatGPT für flexible Aufgaben. Wir bewerten das gemeinsam mit Ihnen in der KI-Beratung – anhand Ihrer Daten, Ihrer Software und Ihrer Abläufe.
Einführung in vier Schritten
- Bestandsaufnahme – welche Werkzeuge werden heute schon genutzt, offiziell und inoffiziell?
- Auswahl – Modell und Variante je Aufgabe, Verträge und Datenresidenz geprüft.
- Einrichtung – Konten, Berechtigungen, Datenschutz-Einstellungen, interne Richtlinie.
- Schulung – damit das Team die Werkzeuge sicher nutzt, passend zur KI-Kompetenzpflicht.
Hinweis: Diese Seite fasst die Lage allgemein zusammen und ersetzt keine Rechtsberatung. Angebote und Bedingungen der Anbieter ändern sich; wir prüfen sie bei jeder Einführung aktuell.